Werner Maser, Das Dritte Reich

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Alltag in Deutschland von 1933 bis 1945

Darstellung anhand von SD- und Gestapo-Akten

ISBN 9783926584434

496 Seiten, Paperback

Prof. Maser, der international als einer der bedeutendsten Kenner des Nationalsozialismus galt, hat in diesem Klassiker der NS-Geschichtsschreibung anhand von SD- und Gestapo-Akten und einer Vielzahl anderer Dokumente untersucht, welche Gefühle, Hoffnungen, politische und persönliche Erwartungen die Deutschen von der Machtübernahme der Nationalsozialisten an bis zum Zusammenbruch des Reiches mehrheitlich hegten. Wie dachten die Deutschen über die NS-Führung, wie standen sie zur Wehrmacht, welchen Einfluß hatte die staatliche Propaganda? Masers Untersuchung widmet sich besonders den problematischen Themenbereichen Antisemitismus, Euthanasie, Kirchen- und Kulturpolitik, Kriegsvorbereitungen, Blitzsiege, Angriff auf die Sowjetunion, 20. Juli 1944 und schließlich Untergang des Großdeutschen Reiches. Dieses faktenreiche und dennoch flüssig und packend geschriebene Werk bietet die wohl beste Argumentationsbasis gegen die pauschale und kollektive Verurteilung der Deutschen als Täter in der Zeit des Dritten Reiches.

Professor Dr. Werner Maser (geb. 12. Juli 1922, gest. 5. April 2007) galt international als einer der bedeutendsten Kenner des Nationalsozialismus. Masers Buch Adolf Hitler: Legende – Mythos – Wirklichkeit (1971) erreichte bis 2001 18 Auflagen und wurde in 22 Sprachen übersetzt. Viele seiner Werke sind in zahlreichen Übersetzungen weltweit erschienen.

 

Inhalt

I.
»Die Erneuerung eines tausendjährigen Zustandes«

Die Machtübernahme
Das Ende der bürgerlichen Freiheiten
Die Machtergreifung
Das Ermächtigungsgesetz und die schwache Opposition
Erstes beängstigendes Alarmsignal: Boykottmaßnahmen gegen die Juden im Reich
Erster »Feiertag der nationalen Arbeit«
Nicht überall Autoritätsgebundenheit
Akademische und fürstliche Huldigungen
Deutsche Arbeitsfront, »Kraft durch Freude« und Festtage der NSDAP
»Großangriff auf die Arbeitslosigkeit«
Ehestandsdarlehen und die Rolle der Frau
Zuschuß-»Unternehmen« Konzentrationslager
Faustrecht und Vetternwirtschaft
Der Reichsarbeitsdienst: »Ehrendienst« und weltanschaulicher »Kampfplatz«
Nicht pädagogisches Ethos, sondern weltanschauliche Hörigkeit
Die Röhm-Affäre
Die ländliche Bevölkerung

II.
»Ein Volk, ein Reich, ein Führer«

Die Volksabstimmung nach Hindenburgs Tod
Die Evangelische Kirche und der Führer
Die Presse und die Journalisten
Das Reichskulturkammergesetz
Gemeindeverordnung und die »untersten Zellen des Staates«
Sicherheitsdienst, Sondergerichte und Gestapo
Die Leibesertüchtigung
Erfolge im Ausland und Reaktionen im Inland
Der »Anschluß« Österreichs
Die »letzte territoriale Forderung«
Die Wehrmacht und der Führer
Die »Reichskristallnacht«
Prag und das Memelland

III.
Das eigentliche Ziel: Der Krieg

Das Regime im Krieg
Erste Probleme der Kriegswirtschaft
Antisemitismus in den ersten Kriegsjahren
Euthanasie: »Beseitigung lebensunwerten Lebens«
Trotz des raschen Sieges: Hoffnung auf einen baldigen Frieden
Ein Attentat auf den Führer
Trotz »Blitzsieg« keine allgemeine Begeisterung für den Krieg
Der Feldzug im Westen
Der Rußlandkrieg
Der gelbe Stern
Der Osten: Das Problem für Front und Heimat
Die »Endlösung« und die Alliierten
Gut klingende Berichte von den Fronten – Versorgungsschwierigkeiten in der Heimat

IV.
Dem Ende entgegen

Von Stalingrad bis Tunis
Mussolinis Sturz und das Ende des Faschismus in Italien
Die Invasion
NS-Reichsregierung ohne den Führer Juli 1944
Aufgebot der letzten Reserven
Ein letzter Sieg und Verlust der letzten Hoffnungen
Im Vorfeld des Endes
Das Finale

Anhang

Die Testamente Adolf Hitlers
Zeittafel
Quellen- und Literaturnachweise