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Belletristik

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Werner Olles, Grenzgänger des Geistes

Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts

ISBN  978-3-938176-72-6

329 Seiten, Paperback, Format: 21 x 14,8 cm

Erscheinungstermin: 15. Mai 2019

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Bücher über „vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller“ gibt es wohl einige, aber ein Werk, bei dem die Auswahl der vorgestellten Autoren ganz bewußt vielfältig und rein subjektiv gehalten ist, dürfte eine Ausnahmeerscheinung sein. Zwar gibt es auch hier einen Schwerpunkt, der bei den sogenannten „linken Leuten von rechts“ und den zum Katholizismus konvertierten Schriftstellern liegt, aber die wahre Gemeinsamkeit fast all dieser „Grenzgänger des Geistes“ ist ihr Nonkonformismus und ihr Widerstand gegen das jeweils herrschende System und seine Schergen. So beginnen die Porträts mit dem Dadaisten Johannes Theodor Baargeld, dem heroischen Dandy Gabriele D´Annunzio und dem antibürgerlichen „Kirchenvater“ Leon Bloy und kommen über den linksliberalen Pazifisten Erich Kästner und den tiefgläubigen Reinhold Schneider zum Kriegsberichterstatter der Waffen-SS und TV-Krimi-Autor Herbert Reinecker und zum Nationalbolschewisten und Hitler-Gegner Ernst Niekisch. Der Leser lernt neben dem „weißen“ Konterrevolutionär und „Eurasier“ Edwin Erich Dwinger auch den „Wüstenheiligen“ und Mönch Charles de Foucauld, den ästhetisierenden Okkultisten und Gottsucher Joris-Karl Huysmans, den Freikorps-Kämpfer, Rathenau-Mitattentäter und Anti-Nazi Ernst von Salomon, den überzeugten Nationalsozialisten Hanns Johst, den Emigranten Ernst Sommer, den früheren OAS-Aktivisten und „meditativen Historiker“ (Alain de Benoist) Dominique Venner kennen, der sich aus einer „Ethik des Willens“ heraus und aus Protest gegen die Sedierung der Franzosen, den Angriff auf die Familie, die Zerstörung der Identität Frankreichs und Europas und das planvoll durchgeführte Verbrechen des „Großen Austauschs“ im Mai 2013 vor dem Altar der Kathedrale Notre Dame de Paris erschoß. Als einzigen noch lebenden Autor stellen wir Jean Raspail vor, den „letzten Franzosen“, 93 Jahre alt, bekennender Royalist und gläubiger Katholik, der durch seine Dystopie „Das Heerlager der Heiligen“ zum Propheten der über uns hereinbrechenden Invasion aus den Wüsten und Slums Asiens und Afrikas wurde.

Das Buch hat bewußt keinen lexikalischen Charakter und erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftliche und politische Korrektheit, sondern versammelt überarbeitete und erweiterte Autoren-Porträts in essayistischer Form, die größtenteils zwischen 1993 und 2019 in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ erschienen sind, einige auch in der sedisvakantistischen römisch-katholischen Zeitschrift „Einsicht“ und anderen nonkonformistischen Periodika.

 

Werner Olles, Jahrgang 1942, war bis Anfang der 1980er Jahre in verschiedenen Organisationen der Neuen Linken (SDS, Rote Panther, Jusos) politisch aktiv. Nach grundsätzlichen Differenzen mit der Linken Konversion zum Konservativismus und traditionalistischen Katholizismus sowie rege publizistische Tätigkeit in Zeitungen und Zeitschriften dieses Spektrums. Bis zu seiner Pensionierung Angestellter in der Bibliothek einer Fachhochschule, seither freier Publizist.

Agnes Miegel, Wie ich zu meiner Heimat stehe (Hrsg. Helga und Manfred Neumann)

Feuilletonistische Texte

Zum 1. Oktober 1926 wechselte Agnes Miegel von der "Ostpreußischen Zeitung" als freie Mitarbeiterin zur "Königsberger Allgemeinen Zeitung". Ihre Beiträge umfaßten Begebenheiten aus dem Alltag, einfühlsame Natur- und Landschaftsbeschreibungen, interessante Reiseberichte und sachkundige Stadtführungen in ganz Deutschland - Artikel, die nahezu ausnahmslos in der anspruchsvollen Unterhaltungsbeilage der "Königsberger Allgemeinen Zeitung" erschienen. Ab dem Jahre 1930 ließ Agnes Miegel ihre journalistische Mitarbeit auslaufen. Dennoch meldete sie sich in den Folgejahren immer wieder mit vereinzelten Publikationen bei ihrer Leserschaft zurück.
Erstmals liegen nun ihre feuilletonistischen Texte und Gedichte in Buchform vor. die Wiederentdeckung dieser wertvollen Zeitungsbeiträge bedeutet für die Literaturwissenschaft eine kleine Sensation, für die Leser und Verehrer Agnes Miegels ein ganz besonderes Erlebnis und Lesevergnügen.

311 Seiten, gebunden, Hardcover

Der Katzensteg, Hermann Sudermann

Roman

Preußen steht im Krieg mit den Truppen Napoleons, der Deutschland besetzt hält. Das deutsche Volk ist gespalten in Anhänger Bonapartes und erbitterte Gegner der Franzosen. Auch der junge Baron Boleslav von Schranden verläßt voller Zorn das Haus seines bonapartistisch gesinnten Vaters. Er macht sich auf den Weg nach Berlin, wo er sich einer bewaffneten Freischar anschließt. Sein Vater zwingt indes seine Dienstmagd Regine, französische Soldaten heimlich über den Katzensteg zu führen, damit sie einer Gruppe preußischer Soldaten in den Rücken fallen können. Mit dieser Tat macht sich der alte Schranden alle Bewohner der Umgebung zu Feinden.

Sein Sohn dagegen wird als Kriegsheld gefeiert, weil er während einer Schlacht maßgeblich zu Niederlage und Rückzug der Franzosen beigetragen hat. Als der Krieg vorüber ist, kehrt Boleslav nach Hause zurück, um seinen Vater zu beerdigen, der auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Doch niemand - außer der Magd Regine - will ihm helfen, nicht einmal der Pfarrer. Als Werner die Bestattung seines Vaters erzwingt, schmieden haßerfüllte Dorfbewohner ein Komplott gegen ihn.


Herrmann Sudermann - Das Bilderbuch meiner Jugend

Roman einer Zeit

ISBN 978-3-938176-06-1

331 Seiten, gebunden, Hardcover

Hermann Sudermann, der am 30. September 1857 in Matzicken bei Heydekrug in Ostpreußen geboren wurde, schildert in seinem farbenfrohen Erinnerungsbuch die glücklichen, aber entbehrungsreichen Jahre seiner Kindheit und Jugendzeit. 1922 erstmals erschienen, erzählt Sudermann, der um 1900 der meistgespielte Dramatiker Deutschlands war, von seinen frühen Jahren im ostpreußisch-litauischen Grenzgebiet.

Der Leser gerät in den Bann der einzigartigen Erzählkunst Sudermanns, der Menschen und ihre Schicksale so lebendig und fesselnd beschreiben und den Zauber der Landschaft seiner memelländischen Heimat so eindrucksvoll wiedergeben konnte. Vielleicht das schönste ostpreußische Erinnerungsbuch: nostalgisch, humorvoll, lebensprall. Ein literarisches Denkmal der unvergessenen alten deutschen Provinz Ostpreußen.

Der Literaturhistoriker Paul Fechter nannte Hermann Sudermann den „Balzac des deutschen Ostens", den „Gestalter eines phantastischen, rauschhaften unwirklichen Lebens, das um die Menschen zwischen Weichsel und Memel, um die Gestalten der ganzen deutschen Ostwelt gewesen war".

Reinhard Hauschild, Flammendes Haff

Kriegsroman vom Untergang Ostpreußens

302 Seiten, Paperback

Der Untergang Ostpreußens - nur wenige wissen noch, was damals wirklich geschah. Dieser Roman führt in die Apokalypse des Zusammenbruchs der deutschen Verteidigung an der Küste Ostpreußens im Frühjahr 1945.

Eine erschütternde Phase des letzten Krieges, die den Leser förmlich überrollt mit dem grauenerfüllten Ablauf dieser ostpreußischen Tage, aber auch mit den Momentaufnahmen einer tragischen Liebesgeschichte und den eingestreuten Lichtblicken von Treue und Kameradschaft.

Ein junger ehemaliger Frontoffizier - Teilnehmer der letzten ostpreußischen Kämpfe - schrieb ihn in der Sprache der Soldaten: manchmal kühl registrierend, dann wieder mit leidenschaftlicher Anteilnahme, mitgerissen von dem einmaligen Geschehen. In diesen kurzen Frühjahrswochen enthüllte der Krieg noch einmal sein schreckliches Gesicht.

Reinhard Hauschild, Im Rachen der Schlange

Roman

Dies ist der Bericht vom Leben und langsamen Sterben des 1921 in Koblenz geborenen Dr. jur. utr. Siegmar Kirschweg, der den größten Teil dieses blutigen Jahrhunderts unserer Geschichte am eigenen Leib erfuhr. Wie hat er in der Jugendzeit die deutlichen Signale des kommenden Unheils erleben und dennoch verdrängen können? Was bewog ihn, immer wieder um seine Einberufung in den Kriegsdienst nachzusuchen? Wie verarbeitete er die Aufklärung über die Shoa? Wie kam der amtierende Staatsanwalt und erklärte Kriegsgegner dazu, sich erneut freiwillig zum Dienst in der Bundeswehr zu melden? Wie kam er dort mit der neuen Zeit zurecht? Ein packendes, autobiographisch gefärbtes Zeitzeugnis!

736 Seiten, Pb.

Sulzbacher, Glücksuche

Die Odyssee der Bessarabiendeutschen

Roman

Im vorliegenden Roman werden in fesselnder Weise oft atemberaubende Ereignisse geschildert, welche Auswanderer aus Württemberg, Holland, dem Elsaß, der Pfalz und Tirol auf ihrer Tausende Kilometer langen Wanderung quer durch Europa erlebten.

Erst nach einem Jahrzehnt erreichten sie endlich das ihnen vorschwebende Ziel: Die Zuweisung eigenen Ackerbodens in Bessarabien, dem Land am Schwarzen Meer, das ihnen eine neue Heimat zu werden versprach. die nunmehrigen "Bessaraber" verwandelten ihre neue Heimat mit nie erlahmender Mühe, beispiehaftem Fleiß, Glück und Gottes Hilfe in einen blühenden Garten Eden.

Die im Roman enthaltende Chronik der Württemberger Schwaben, der späteren Bessaraber, läßt erkennen, wie sehr Zustandekommen und Fortbestand einer Gemeinschaft vom Einsatzwillen und der Hilfsbereitschaft jedes einzelnen Mitgliedes abhängen.

Klaus Weingärtner, Aus irdischem Umbruch

Gedichte
Immer mehr ist die Welt in einer nach Jahrhunderten zu zählenden Wende begriffen, die ohne bisherigen geschichtlichen Vorgänger scheint. Unsicher steckt der Mensch im alten Denken, von den alten Werten oder neueren, aber ebenfalls wieder zusammenbrechenden Idee überwältigt. Wir stehen mitten im Wetterhagel. Das Beste erscheint nur in einem kleinen, trüben Licht, dessen Eigenart Entsetzen erregt. Alles Veraltete wird fallen. Uns bleibt die Frömmigkeit, die sich an das Letzte klammert: daß diese Welt untergangsträchtig, aber unsterblich sei. Diese Gedichte wollen hierin mitsprechen.

247 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag  

Sieghard Pohl, Extra muros

Kurzprosa, Grafik, Malerei, Objekte
Paperback
158 S., zahlr. Graf. u. farb. Abb.

Der durch zahlreiche Einzelausstellungen und Susstellungsbeteiligungen im In- und Ausland bekannte Maler Sieghard Pohl veröffentlicht in diesem Buch erstmals Kostproben seiner Kurzprosa. In einer phantastisch-skurrilen Erzählweise verarbeitet Pohl Erfahrungen seines Lebens in der DDR. Die geschilderten alltäglichen Absurditäten gewinnen dort, wo sie den Widersinn staatlicher Macht karikieren, eine über die DDR-Erfahrungen hinausweisende Bedeutung. Pohl erweist sich auch in seinem schriftstellerischen Wirken als Kritiker eines den Menschen deformierenden Machtdenkens.

Viele z.T. farbige Abbildungen geben einen guten Überblick über die Kunst des Malers und Graphikers Sieghard Pohl und machen dieses Buch zu einem ästhetischen Erlebnis.

 

Harald Wetzold, Das Lindenquadrat

Geschichten aus einem Jungeninternat der Herrnhuter Brüdergemeinde

91 Seiten, Paperback

Im Mittelpunkt dieser „Erzählungen aus einem Jungeninternat der Herrnhuter Brüdergemeine" steht eine Gruppe vierzehn- und fünf­zehnjähriger Jungen. Gemeinsam mit ihrem Erzieher Wolf Berg versuchen sie, die strengen Regeln und Ordnungen des Hauses, in dem sie leben, zu akzeptieren. Das gelingt nicht immer. Doch nach und nach erwächst aus ihrem Bemühen eine vertrauensvolle Part­nerschaft.

Gnadau, der Ort in dem sich das Internat befindet, liegt inmitten der sogenannten „Rübenwüste" der Magdeburger Börde. Ein klei­nes Dorf mit alter Herrnhuter Tradition. 1960 kam es zur Auflösung dieses brüderischen Erziehungswer­kes dort. So sind diese Erzählungen zugleich Zeitzeugnis der fünf­ziger Jahre unseres Jahrhunderts und Erinnerung an ein zu Ende gegangenes Stück Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine.