!
!

Militärgeschichte

!

Anton Meiser, Die Hölle von Tscherkassy

Ein Kriegstagebuch von 1941 bis 1944

384 Seiten, Paperback

Anton Meisers Tagebuchaufzeichnungen schildern ungeschminkt die grauenvollen Kämpfe im Tscherkassy-Kessel aus der Sicht eines einfachen Landsers. Zunächst berichtet Meiser, wie er in den Kampfraum am Dnjepr gelangte und wie es zur Einkesselung kam. Ihren Höhepunkt finden die Tagebuchnotizen in der Schilderung der dramatischen Ereignisse beim Ausbruch, die der Autor als Fahnenjunker überlebte. Dieses Buch beschönigt nichts, sondern zeigt die ganze Brutalität des Krieges. Ein wichtiges Zeitzeugnis!

Schlachtfelder in Ostpreußen. Von der Zeit des Deutschen Ritterordens bis zum Ersten Weltkrieg

ISBN 978-3-937820-10-1 223 Seiten + 16 Bilderseiten, Paperback
Dieser Band enthält eine akribisch zusammengestellte Dokumentation der Kämpfe, die seit Beginn der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert immer wieder auf ostpreußischem Boden gegen feindliche Okkupanten geführt werden mußten. Erstmals erschienen 1932, herausgegeben und bearbeitet von Offizieren des Wehrkreiskommandos II in Ostpreußen, werden Kampfhandlungen und Schlachtfelder in Ostpreußen mit genauen Ortsangaben und militärischen Lageskizzen beschrieben: von der Zeit des Deutschen Ritterordens an über den 30jährigen Krieg und die Zeit des Großen Kurfürsten, die friderizianische Epoche, die Kämpfe gegen die Truppen Napoleons und ausführlich alle wesentlichen Schlachten gegen die russischen Invasoren in den Jahren 1914-15 während des Ersten Weltkrieges.

Walter Lüdde-Neurath, Regierung Dönitz

Die letzten Tage des Dritten Reiches

ISBN: 978-3-937820-22-4

242 Seiten, 9 Bilderseiten, Paperback

Walter Lüdde-Neurath wurde im September 1944 Adjutant des Großadmirals Dönitz. Er erlebte im Frühjahr 1945 den Zusammenbruch des Reiches, die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und die gewaltsame Auflösung der Regierung im Brennpunkt des Geschehens. Aus eigener Initiative, aber mit Billigung seines Chefs, hielt er Ereignisse, Besprechungen und Anordnungen des von seiner Ernennung überraschten letzten Staatsoberhauptes des Deutschen Reiches protokollarisch fest. Die Unmittelbarkeit des gewissenhaften Erlebnisberichtes und die Eindringlichkeit der wissenschaftlichen Bestandsaufnahme tragen wesentlich zur Klärung dieser schicksalsschweren Zeitspanne der letzten Tage des Dritten Reiches bei.

In einem umfangreichen Nachwort analysiert Prof. Dr. W. Baum die völkerrechtliche Bedeutung der Regierung Dönitz.

Großadmiral Erich Raeder - Mein Leben

Erinnerungen des Oberbefehlshabers der deutschen Kriegsmarine 1935 bis 1943

524 Seiten + 64 Bilderseiten, gebunden, fester Einband

ISBN 978-3-937820-07-1
In den Lebenserinnerungen des Großadmirals Dr. h.c. Erich Raeder, erstmals in einer zweibändigen Ausgabe in den Jahren 1956 und 1957 erschienen und nun zu einem Band zusammengefaßt, spiegelt sich die Geschichte der deutschen Kriegsmarine der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Erich Raeder trat 1894 nach dem Abitur als Seekadett in die Kaiserliche Kriegsmarine ein. Als Signaloffizier diente er auf den Panzerschiffen "Sachsen", "Baden" und auf dem Großen Kreuzer "Deutschland". Nach wissenschaftlichen Studien an der Marineakademie erhielt er 1905 die Beförderung zum Kapitänleutnant.

Im Ersten Weltkrieg fand er Verwendung als Admiralstabsoffizier unter Admiral von Hipper, an dessen Seite er in den Schlachten auf der Doggerbank und im Skagerrak stand. Nach der Beförderung zum Fregattenkapitän im April 1917 erlangte er die Dienststellung "Chef des Stabes beim Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte". Gegen Ende des Krieges war er Kommandant des Kleinen Kreuzers "Cölln" und wurde nach der deutschen Kapitulation Mitglied der Waffenstillstandskommission und Chef der Zentralabteilung des Reichsmarineamtes.

Unter Beförderung zum Konteradmiral wurde Raeder am 1.7.1922 zum Inspekteur des Bildungswesens der Marine ernannt. Im Herbst 1924 folgte die Ernennung zum Befehlshaber der leichten Seestreitkräfte der Nordsee und im Januar 1925, als Vizeadmiral, kam er auf den Posten des Chefs der Marinestation der Ostsee. Am 1.10.1928 übernahm Admiral Raeder das Amt des Chefs der Marineleitung, eine Position, die 1935 zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine umbenannt wurde. Damit hatte Erich Raeder zugleich den Rang eines Reichsministers im nationalsozialistischen Deutschland. Die Beförderung zum Generaladmiral folgte am 20.4.1936, die zum Großadmiral am 1.4.1939.

Aus den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges zog Raeder die seekriegsstrategische Konsequenz, den Aufbau einer Flotte mit schweren Überwassereinheiten zu favorisieren, wobei der Bau von Schlachtschiffen die höchste Priorität erhielt. Raeder ging zunächst davon aus, daß es zu keiner kriegerischen Auseinandersetzung mit England kommen werde. Mit dem Eintritt der Seemacht Englands in den Krieg am 3. September 1939 war Raeders Konzept allerdings gescheitert. Die hoffnungslose Unterlegenheit der deutschen schweren Kriegsschiffe gegenüber der britischen Flotte führte Ende 1942 zum Bruch mit Hitler. Raeder wurde zum 30.Januar 1943 als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine entlassen und durch Großadmiral Karl Dönitz, der den intensivierten U-Bootkrieg schon längst gefordert hatte, ersetzt.

Der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg verurteilte Großadmiral Erich Raeder 1946 wegen Planung und Führung eines Angriffskrieges zu lebenslanger Haft. Aus Krankheitsgründen wurde er 1955 aus dem Alliierten Gefängnis in Spandau entlassen. Er verstarb am 6. November 1960.

Walter Schellenberg - Hitlers letzter Geheimdienstchef - Erinnerungen

432 Seiten, Paperback-Ausgabe
Generalmajor Walter Schellenberg (16. Januar 1910 – 31. März 1953), Hitlers letzter Geheimdienst-Chef, arbeitete an seinen Lebenserinnerungen nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches bis kurz vor seinem Tod. 1956 erstmals veröffentlicht, erhielt die Weltöffentlichkeit mit diesen Memoiren ein authentisches Zeugnis aus dem innersten Machtzirkel der nationalsozialistischen Herrschaft. Als engster Mitarbeiter Heinrich Himmlers und Reinhard Heydrichs war Schellenberg in alle wesentlichen politischen Aktionen und Kriegsplanungen des nationalsozialistischen Staates eingeweiht. Er lernte die mächtigsten Männer des Dritten Reiches und ihre politischen Ambitionen persönlich kennen, und seine geheimdienstlichen Mittel erlaubten ihm einen ungetrübten Blick hinter die Kulissen des NS-Machtapparates. Walter Schellenberg kam als junger Jurist im Mai 1933 zur SS und wurde Mitglied der NSDAP. Bereits 1934 fand er Kontakt zum politischen Geheimdienst der SS, dem SD (Sicherheitsdienst), der 1931 von Heinrich Himmler zunächst als ein parteiinterner Nachrichtendienst unter der Führung Reinhard Heydrichs geschaffen worden war. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 wurden dem SD aber zunehmend auch Aufgaben der inneren Sicherheit und der Auslandsspionage übertragen. Schellenberg durchlief Zwischenstationen im Reichsinnenministerium und im Geheimen Staatspolizeiamt, bevor er im SD-Hauptamt Leiter der Abteilung Nachrichtendienst wurde. Am 15.11.1939 bekam Schellenberg das Amt des Leiters der Spionageabwehr Inland innerhalb des neugegründeten Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) übertragen. Im Juni 1941 wurde er – protegiert durch den Leiter des Reichssicherheitshauptamtes Reinhard Heydrich - zum SS-Standartenführer befördert und Chef des Amtes VI (Auslandsnachrichtendienst) des RSHA. Dieses Amt geriet zunehmend in Konkurrenz zum militärischen Nachrichtendienst unter Admiral Canaris. Zielstrebig betrieb Schellenberg fortan die Zusammenlegung des gesamten deutschen Auslandsgeheimdienstes. Nach der Ermordung Heydrichs 1942 wurden Schellenberg und sein Nachrichtendienst Himmler direkt unterstellt. Im Auftrag des Reichsführers SS konnte Schellenberg bereits in diesem Stadium des Krieges seine Fühler in Richtung England ausstrecken, um Möglichkeiten eines Kompromißfriedens zu sondieren. Anfang Februar 1944 wurde Canaris von Hitler seiner Ämter enthoben, die Dienststelle der militärischen Abwehr aufgelöst und deren Aufgabenbereich Schellenbergs Amt im RSHA übertragen. Im Rang eines Generalmajors der Waffen-SS und SS-Brigadeführers leitete Schellenberg nun den gesamten und einheitlichen Geheimdienst des Deutschen Reiches bis zum Zusammenbruch im Mai 1945. Nach dem Krieg wurde Schellenberg im Juni 1945 inhaftiert und im April 1949 vom Militärgerichtshof zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Wegen eines schweren Leberleidens im Dezember 1950 vorzeitig entlassen, verstarb er im Alter von 43 Jahren am 31. März 1953 in Turin.

von Manstein, An den Brennpunkten des Zweiten Weltkrieges

Kriegseinsatz und Werdegang eines Feldmarschalls

Herausgegeben von Franz Kurowski

Dieses Werk wurde nach einer Reihe von Gesprächen und einer intensiven Korrespondenz sowie authentischen Unterlagen aus dem Archiv des Generalfeldmarschalls Erich von Manstein erstellt. Es wurde vom Feldmarschall selbst gelesen, korrigiert und mit umfangreichen Ergänzungen versehen.

So gelang es dem Mitautor, in komprimierter Form, und dennoch im Ablauf der Geschehnisse lückenlos, die Lebensgeschichte eines deutschen Soldaten darzustellen, der "immer im Dienst" war.

Dieses Werk ist zugleich auch die Geschichte eines jungen Menschen vom Pagen zum Fähnrich, vom Offizier zum General und Feldmarschall und vom Kommandeur einer Division bis zum Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe.

Dem Chef der Operationsabteilung und Oberquartiermeister I im Generalstab des Heeres und Kommandeur der 18. Infanterie-Division in Liegnitz gelang die geniale Aufmarschanweisung für die West-Offensive und damit die Initialzündung zum Blitzkrieg im Westen. Als Kommandierender General des LVI. Panzerkorps vor Leningrad ebenso wie als Oberbefehlshaber der 11. Armee auf der Krim stand Erich von Manstein im Brennpunkt der Geschehnisse am Nord- wie am Südflügel des Rußland-Feldzuges. Auf der Krim mit der Gewinnung der Halbinsel Kertsch und dem Sieg über die Rote Armee in der für uneinnehmbar gehaltenen Festung Sewastopol errang Erich von Manstein den Marschallstab.

Auch private Erlebnisse und Schicksalsschläge finden in diesem Werk Beachtung und zeigen den Menschen und Soldaten von Manstein, den Offizier alter Schule und überragenden Befehlshaber.

Hasso von Manteuffel, Panzerkampf im Zweiten Weltkrieg

Lebenserinnerungen


256 Seiten + 24 Bildseiten, Paperback

Generaloberst Hasso von Manteuffel war einer unserer begnadeten Panzerführer, der als Berufssoldat und passionierter Reiter sehr früh mit der Panzertruppe in Kontakt trat und unter dem Schöpfer der Panzertruppe, dem späteren Generaloberst Guderian, die ersten Vorschriften für schnelle gepanzerte Truppen in die Tat umsetzte.
Zunächst als Kommandeur eines Schützen-Bataillons, sodann als Regiments- und Brigadekommandant kämpfte er im Verband der 7. Panzer-Division - der berühmten »Gespenster-Division« Erwin Rommels - im Westen und Osten. Unter seiner Führung wurden große Erfolge erzielt. Mit einer Kampfgruppe setzte er bei Jachroma über den Moskwa-Wolga-Kanal und stand dicht vor Moskaus Toren.

Mit Übernahme der 7. Panzer-Division durch ihn begann die Zeit der großen Panzerraids in den Weiten der Sowjetunion. In Angriff und Verteidigung stand diese Division ihren Mann und war überall dort zu finden, wo es brannte. Hasso von Manteuffel führte sie von der Spitze an.

Hier stellte er unter Beweis, daß seine während des Endkampfes um Afrika errungenen Erfolge, mit der ad hoc aufgestellten Division von Manteuffel im Nordabschnitt der Tunesienfront, keine Zufallserfolge waren.

Als er die 7. Panzer-Division verließ, um von Hitler persönlich mit der Führung der Panzergrenadier-Division »Großdeutschland« beauftragt zu werden, stellte Hasso von Manteuffel, inzwischen hoch ausgezeichnet, auch im Südabschnitt der Ostfront seine Qualitäten als Führer gepanzerter Großverbände unter Beweis. Die Abwehrschlachten in Rumänien mit Schwerpunkt Jassy trugen seine Handschrift. Division und Kommandeur wurden mehrfach im Wehrmachtsbericht genannt. Als 5O. deutscher Soldat wurde er mit den Schwertern zum Ritterkreuz mit Eichenlaub ausgezeichnet.

In der Ardennenoffensive führte Hasso von Manteuffel als jüngster Armeeoberbefehlshaber die 5. Panzerarmee, die an den Brennpunkten der Schlacht zum Einsatz kam. Hier errang er die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern. Er selbst anerkennt, daß es die Leistungen seiner Soldaten waren, ihre unbedingte Treue und Zuverlässigkeit, Kameradschaft und Heimatliebe, die diese Erfolge erzielten. Mit der 3. Panzerarmee kämpfte er bis Kriegsschluß im Osten. Auch hier stellte er sein überragendes Können und Wissen in den Dienst der Gemeinschaft.

In diesem Werk wird aber nicht nur die Persönlichkeit dieses hervorragenden Soldaten mit dem Goldenen Verwundetenabzeichen gewürdigt, sondern sowohl die 7. Panzer-Division als auch die Panzergrenadier-Division vorgestellt. Aus der Feder des Generals werden die Taten und Einsätze beider Divisionen beschrieben. So erhält das Werk über einen der großen Panzerführer seine besondere Note dadurch, daß beide Divisionen in allen ihren Einsätzen dem Leser nahegebracht werden. Dem Werk sind 24 Fotoseiten mit 35 überwiegend großformatigen Fotos beigegeben, die sowohl von Manteuffel als auch seine Mitkämpfer zeigen.

Franz W. Seidler, Die Militärgerichtsbarkeit der Deutschen Wehrmacht 1939 - 1945

Waren die Militärrichter der Deutschen Wehrmacht nur willige Werkzeuge der Befehlshaber und fanatische Vertreter der nationalsozialistischen Justiz? Professor Seidler kommt in seinen Untersuchungen zu einem wesentlich differenzierteren Urteil. Er untersucht Strafe und Bewährungssysteme in der Wehrmacht, beschreibt die Strafbestimmungen und den Strafvollzug und schildert darüber hinaus die besonders strengen Regeln der SS-Sondergerichtsbarkeit. Ein Standardwerk!

336 Seiten, Paperback

Friedrich Wilhelm Heinz, Durchbruch ins Reich

Kriegserinnerungen aus dem Ersten Weltkrieg

127 Seiten, gebunden, fester Einband

ISBN 978-3-937820-15-6

Friedrich Wilhelm Heinz (1899-1968), der nach dem Ersten Weltkrieg gemeinsam mit Ernst Jünger, Franz Schauwecker, Ernst von Salomon und anderen zu den führenden Schriftstellern der „Konservativen Revolution“ zählte, schildert unter dem Namen Georg Heidt in seinen Erinnerungen das deutsche Schicksalsjahrzehnt von 1908 bis 1918.
Über die Pfadfinderbewegung („Schwarze Freischar“), von der ein Teil später die bündische Jugend bildete, findet der naturbegeisterte Junge zu einer antibürgerlich-patriotischen Lebenshaltung, die ihn nachfolgend dem Kreis um Stefan George näher bringt, tritt am 3. Mai 1916 als Kriegsfreiwilliger in das Ersatzbataillon des Garde-Füsilier-Regiments ein und nimmt ab September 1917 an zahlreichen Schlachten in Flandern und Frankreich teil.
Nicht die „Ästhetik des Schreckens“ eines Ernst Jüngers grundiert diese Kriegserlebnisse, sondern die ethische Verpflichtung aus ertragenem Leid und bewährter Kameradschaft zur politischen Neugestaltung. „Durchbruch ins Reich“ spiegelt in der metallisch-harten Sprache eines jungen Frontsoldaten die Erfahrungen einer Generation, für die Kampf, Dienst, Gemeinschaft, Hingabe und Opfer die Idee eines neuen Reiches und einer geeinten deutschen Nation erst lebendig werden ließen.

Generaloberst Franz Halder, Gräfin von Schall-Riaucour

Generalstabschef 1938 - 1942

Biographie

Die Autorin Heidemarie Gräfin von Schall-Riaucour, Enkelin des Generalobersten Franz Halder, konnte für diese Biographie des früheren Generalstabschefs des deutschen Heeres (1938 - 1942) eine Fülle unveröffentlichten Materials verwenden. Neben Korrespondenzen und Fallstudien aus Halders Privatarchiv stützte sie sich vor allem auf direkte Äußerungen und Feststellungen des bedeutenden Militärstrategen. Damit erhält dieses Werk den Rang einer Primärquelle.

Halder war ein auch vom Gegner geachteter militärischer Fachmann und ein moderner Feldherr mit Intuition und operativer Begabung, der frühzeitig den hohen Stellenwert der Panzerwaffe für die Kriegsführung erkannte. Undogmatisch und mit viel Verständnis für die Weiterentwicklung von Strategie und Taktik durch die Technik, galt er als überragender Bewegungsstratege. Die großen militärischen Erfolge der Deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1939 bis zu seiner Entlassung durch Hitler im September 1942 waren maßgeblich das Ergebnis seiner Generalstabsarbeit.

Der gläubige Protestant und leidenschaftliche deutsche Patriot, der einer alten bayerischen Offiziersfamilie entstammte, erkannte bereits früh die verhängnisvolle Politik Hitlers. Aus politisch-sittlicher Verantwortung vor Nation und eigenem Gewissen suchte Halder – zwischen traditionellem militärischen Gehorsam und Auflehnung gegen eine als unmoralisch erkannte Staatsmacht – einen Weg des Widerstandes innerhalb der Führung der Deutschen Wehrmacht.

ISBN 3-938176-05-9, 468 S. + 16 Bildseiten, gebunden, Hardcover

Die sichere und bestimmte Diktion des Buches läßt etwas von der Art Halders spüren. Seine dokumentarischen Grundlagen und sein bekenntnishafter Charakter geben ihm hohen Quellenwert.

Prof. Karl Bosl

Die Autorin war in der glücklichen Lage, unveröffentlichtes Material aus dem Privatarchiv Halders benutzen zu können. Man spürt, daß sie viele Gespräche mit Halder geführt hat. So stellt ihre Arbeit bis zu einem gewissen Grade einen Ersatz für die Memoiren dar, zu denen sich der Generaloberst niemals entschließen konnte...

Die Beziehungen zwischen Politik und Militär, besonders die Institution des Generalstabs, rücken mit Recht immer wieder in den Mittelpunkt. Daneben aber wird das Bild der Persönlichkeit Halders so deutlich, wie es bisher in keiner Darstellung der Fall gewesen ist.

Prof. Walter Bußmann