Mystik / Philosophie / Religion
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Karl Schäfer, Allein Gott - und sonst nichts. Die Wiederkehr der Mystik

376 Seiten, Paperback

Viele Menschen unserer Zeit sind den fortschreitenden Sinnverlust und die Infragestellung aller Werte leid. Sie bauen nicht mehr auf »unumstößliche Tatsachen«, sondern sehnen sich nach einer unmittelbaren Gotterfahrung. Die Tür zum innersten Selbst des Menschen aber wird nur von Gott geöffnet. Und so ist es – ungeachtet aller Utopien von einer herrschaftsfreien Gesellschaft und trotz der Absage an alle »autoritären Strukturen« – an der Zeit, den Ewigen Gott wieder als den Herrn und die Mitte unseres Daseins zu bekennen. Der Gläubige aber wird künftig ein Mystiker sein, weil er Gott aus der Mitte seiner Existenz erfahren hat. Diesen unergründlichen persönlichen Gott aus ganzem Herzen zu lieben, bedarf keiner besonderen Billigung durch kirchliche Autoritäten; solche Gottesliebe entzieht sich auch jeder dogmatischen Einengung. Nur die Religion – von Materialisten und Befreiungstheologen gleichermaßen abgewertet – vermag die Bürde der Zukunft zu tragen. Unser aller Widersacher aber ist der alle menschlichen Ordnungen zerstörende Materialismus, der dem Menschen nichts anderes zu bieten hat als die Perspektive des endgültigen und ewigen Todes. Überall aber, wo noch mutige Herzen schlagen und selbstlose Liebe wirkt, schenkt der Ewige Gott auch selbstheilende Kräfte.

Karl Schäfer (geboren 1914, Abitur 1934) war nach mehrjähriger sowjetischer Kriegsgefangenschaft und den Berufsjahren in der Finanzverwaltung seit Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts als Übersetzer aus dem Russischen und freier Mitarbeiter für Buch- und Zeitschriftenverlage tätig.