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Lindenbaum Verlag

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Christian Böttger, Ethnos. Der Nebel um den Volksbegriff

ISBN 978-3-938176-50-4

408 Seiten, Paperback

Was ist eigentlich ein Volk? Als Wissenschaft von den Völkern müßten hier eigentlich Ethnologie und Volkskunde Auskunft geben können. Warum der Fall nicht so einfach liegt, davon handelt dieses Buch. Der Autor, ein promovierter Ethnologe und Volkskundler, vor der Wende wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften der ehemaligen DDR, beschäftigt sich mit dem „Nebel“, der gegenwärtig um den Volksbegriff erzeugt wird, konkret mit seinem nicht ganz zufälligen Verschwinden aus dem wissenschaftlichen Diskurs und dem allgemeinen Sprachgebrauch. Als zentrales ideologisches Instrument zur Verbreitung dieses Nebels  entlarvt er in dieser überwiegend „populärwissenschaftlich“ gehaltenen, gut lesbaren Darstellung die völlig harmlos daherkommende amerikanische Kulturanthropologie. Weil diese aber die ständig sich verändernde Lebensweise als Kultur begreift, gelingt es ihr scheinbar, alle fixen kollektiven Identitäten, die ja meist kulturell unterlegt sind, rein abstrakt aufzulösen. Damit avanciert die Kulturanthropologie im Prozeß der Globalisierung zur trickreichen Waffe der Globalisten im Kampf gegen die Völkervielfalt. Demgegenüber präsentiert der Autor mit der „historisch-systemischen“ Methode der russischen Ethnos-Theorie überzeugend eine Alternative dazu und testet ihre Belastbarkeit und Chancen am Beispiel der Entstehungsgeschichte unseres eigenen Volkes. Dabei kann er den Nachweis erbringen, daß sich diese Ethnogenese nicht nur in unseren Gehirnen, im intellektuellen Diskurs als „Erfindung“ von Volkskundlern und Ethnologen abgespielt hat, wie uns die „Konstruktivisten“ heute einreden wollen, sondern ein realer Prozeß der Weltgeschichte war.
 

Zur Person:

Christian Böttger, geb. 1954, Facharbeiterausbildung als Gärtner für Zierpflanzenbau mit Abitur 1974, studierte von 1983-1988 Ethnographie, deutsche Geschichte und Volkskunde an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach arbeitete er bis Ende 1991 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wissenschaftsbereich Kulturgeschichte/Volkskunde am Zentralinstitut für Geschichte (Akademie der Wissenschaften der DDR) an einem Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Kulturgeschichte sozialer Reformbewegungen in Deutschland um 1900. Ende 1993 promovierte er an der Humboldt-Universität zum doctor philosophiae. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Lexikonprojekten beschäftigt.

Erich Murawski, Der Kampf um Pommern

Die letzten Abwehrschlachten im Osten

512 Seiten, gebunden, Hardcover, 24 Seiten Bilder, zahlreiche militärische Lageskizzen

ISBN 978-3-938176-22-1

Diese umfangreiche und detailgenaue Dokumentation behandelt die Eroberung Pommerns durch die Rote Armee von Januar 1945 bis zur Kapitulation im Mai 1945. Murawski gelingt es, die verzweifelten, erbittert-harten und außerordentlich verlustreichen Abwehrkämpfe der deutschen Truppen anschaulich zu machen. Vom Zusammenbruch der deutschen Ostfront an der Weichsel bis zu den letzten Absetzbewegungen der zerschlagenen deutschen Truppen nach Mecklenburg und über die Ostsee werden alle wesentlichen militärischen Aktionen beschrieben. Der Autor konnte dazu neben deutschen auch polnische und sowjetische Quellen auswerten. Ein fundiertes Werk von großer militär- und landesgeschichtlichen Bedeutung!

Der Militärhistoriker und gebürtige Pommer Erich Murawski (12.8.1894 - 11.10.1970) – bei Kriegsende Oberstleutnant im Oberkommando der Wehrmacht in Berlin – baute nach seiner siebenjährigen Kriegsgefangenschaft ab 1955 in Koblenz das Militärarchiv des Bundesarchivs auf und wurde dessen erster Leiter.

Werner Kunze, Ein Deutsche Frühling

Plädoyer für die kulturelle Wiedererweckung unserer Nation

272 Seiten, Paperback

Werner Kunze, der bereits in mehreren zeitkritischen Büchern die Zerfallserscheinungen unserer Gesellschaft unter dem Einfluß eines doktrinären, an angelsächsischen Vorstellungen ausgerichteten Zeitgeists beschrieben hat, seziert in seinem neuen Werk die verheerenden Folgen der fortdauernden US-amerikanischen kulturellen Exportoffensive für das Leben der Völker Europas. Liberalismus, Utilitarismus und Individualismus – von Kunze als Dreieinigkeit des US-amerikanischen „way of life" bezeichnet – werden im Nachgang zur Kulturrevolution der 68er-Generation in ihren gemeinschaftszerstörenden Wirkungen erkannt.

Aber Werner Kunze sieht auch deutliche Anzeichen für eine geistige, moralische, ästhetische und kulturelle Lösung aus der herrschenden Winterstarre, für einen Deutschen Frühling. Ein großartiges Plädoyer für ein Wiedererblühen des Altbewährten und Ewiggültigen aus den Wurzeln unserer eigenen Kultur: Wahrheit, Güte und Schönheit.

Zum Autor:

Geboren 1927 in Friedrichshafen/Bodensee und dort aufgewachsen. Von 1943 bis 1948 Flakhelfer, Soldat, Kriegsgefangenschaft. Anschließend Abitur und Studium der Betriebswirtschaft an der Universität München mit Abschluß als Diplom-Kaufmann. 35 Jahre in einem deutschen Unternehmen der Öl- und Gasindustrie im In- und Ausland tätig. Autor der Bücher „Anthropologie und Ideologie - ideologische Anthropologie?" (Vertrieb: Bublies-Verlag), „Zeitmosaik. Politik, Zeitgeist, Sprache" (Bublies Verlag), „Wie steht es heute um Wahrheit und Gewißheit?" (San Casciano Verlag) „Die Moderne. Ideologie, Nihilismus, Dekadenz" (Bublies Verlag) und „Zurück zur Natur? Biologie im Spannungsfeld von Politik und Kultur" ( San Casciano Verlag).

Wolfgang Venohr, Fridericus Rex. Friedrich der Große

Porträt einer Doppelnatur
 
ISBN 978-3-938176-45-0
517 Seiten, gebundene Ausgabe mit festem Einband
Die brillante Biographie aus der Feder des bekannten Historikers und Publizisten Wolfgang Venohr. Seine Darstellung, die sich durch großes Einfühlungsvermögen, Detailtreue und Sympathie gegenüber Friedrich II. auszeichnet, ohne jedoch in kritiklose Bewunderung zu verfallen, versucht, die Persönlichkeit dieses Königs in all ihren Facetten auszuleuchten, die Widersprüche in seinem Charakter herauszuarbeiten und ein Porträt dieses Mannes zu zeichnen, das zu einem neuen, an den historischen Tatsachen orientierten Bild führt.

»...ein Lesegenuß höchsten Ranges« DIE WELT

Schon zu seinen Lebzeiten rankten sich zahlreiche Legenden um die Person jenes Preußenkönigs, der als Friedrich der Große in die Geschichte eingegangen ist. In den vergangenen Jahrhunderten hat sich das Friedrichbild wiederholt gewandelt, und seine Person wurde für die unterschiedlichsten politischen Zielrichtungen vereinnahmt. Wer aber war dieser kunstsinnige Preußenkönig wirklich?

Als der achtundzwanzigjährige Kronprinz Anfang Juni 1740 an die Regierung kam, blickte die Welt voller Erwartungen auf ihn, denn er bekannte sich ausdrücklich zu den humanitären Ideen der Aufklärung. Seine ersten Amtshandlungen schienen diese Erwartungen auch zu erfüllen: So hob Friedrich u.a. die Tortur bei Verhören auf, schränkte die Prügelstrafe in der Armee ein, lockerte die Pressezensur und gestattete die freie Ausübung der Religion.

Auf der anderen Seite war der Preußenkönig der Machtpolitiker, dessen politisches Credo darin bestand, das Wohl des Staates zur Richtschnur allen Handelns zu machen. Diese Maxime veranlaßte Friedrich zur territorialen Ausdehnung Preußens durch die Annexion Schlesiens.

In seiner Friedrich-Biographie, die durch ihre Anschaulichkeit besticht, versucht Wolfgang Venohr, jenseits aller Legenden und Glorifizierungen die Persönlichkeit Friedrich II. in all ihren Facetten auszuleuchten, die Widersprüche in seinem Charakter herauszuarbeiten und ein Porträt dieses Mannes zu zeichnen, das zu einem neuen, an den historischen Tatsachen orientierten Bild führt.

Wolfgang Venohr (geb. am 15. April 1925, gest. am 26. Januar 2005) schloß sein Studium der Geschichte und Germanistik an der Freien Universität Berlin mit der Promotion ab. Danach war er bei verschiedenen Tageszeitungen und Fernsehproduktionsgesellschaften tätig. Er lebte bis zu seinem Tod in Berlin.

Auszeichnungen:

Jakob-Kaiser-Preis (1972) und Joseph-E.-Drexel-Preis (1979)