Politik - aktuell
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Udo Ulfkotte, Die Asylindustrie

Wieviel Geld verdienen Sozialverbände und Konzerne an Flüchtlingen? Wie machen die Parteien mit Flüchtlingsbetreuung illegale Einnahmen? Wieviel Sozialhilfe bekommen ausländische Drogendealer? Was kostet uns der Asylwahn? Der neue Ulfkotte entlarvt die skrupellose Asylindustrie.
272 S., geb.
Das Milliardengeschäft mit den FlüchtlingenReich werden mit Armut. Das ist das Motto einer Branche, die sich nach außen sozial gibt und im Hintergrund oft skrupellos abkassiert. Die deutsche Flüchtlingsindustrie macht jetzt Geschäfte, von denen viele Konzerne nur träumen können. Pro Monat kostet ein Asylbewerber den Steuerzahler etwa 3500 Euro. Bei einer Million neuer Asylbewerber allein 2015 sind das monatlich 3,5 Milliarden Euro - also pro Jahr 42 Milliarden Euro. Das ist die Summe, die in einem Jahr an alle Arbeitslosen ausgezahlt wird. Es sind nicht nur Betreuer, Dolmetscher und Sozialpädagogen oder Schlepper und Miet-Haie, die davon profitieren. Die ganz großen Geschäfte machen die Sozialverbände, Pharmakonzerne, Politiker und sogar einige Journalisten. Für sie ist die Flüchtlingsindustrie ein profitables Milliardengeschäft mit Zukunft. Es ist ein Tabu, über die Profiteure der Flüchtlingswelle zu sprechen. Jeder neue Zuwanderer bringt der Asyl-Industrie Gewinn. Wer die Zustände bei der Asylpolitik verstehen will, der kommt um unbequeme Fakten nicht herum. Wissen Sie, wie gewinnorientierte Aktiengesellschaften an Flüchtlingen verdienen? dass die Pharmaindustrie wegen der vielen Flüchtlinge mit einem Umsatz-plus in Milliardenhöhe rechnet? dass Polizisten und Journalisten einen Maulkorb beim Thema Kriminalität von Asylbewerbern verpasst bekommen haben? dass viele SPD-Politiker nebenberuflich Posten in Organisationen haben, welche Unterkünfte von Asylbewerbern betreiben? wie Parteien über die Betreuung von Flüchtlingen eine illegale Parteien-finanzierung betreiben? wie Journalisten für tränenreiche Geschichten über Asylbewerber geschmiert werden? wo die Bundeswehr insgeheim schon jetzt künftige Kampfeinsätze probt, um die innere Sicherheit gewährleisten zu können? wie stark die Immobilienpreise in der Umgebung von Asylunterkünften fallen? dass die Bremer Flüchtlings-Großfamilie Miri pro Jahr 5,1 Millionen Euro an Sozialhilfe erhält und zugleich noch mindestens 50 Millionen Euro im Rauschgifthandel erwirtschaftet? dass die 3000 Moscheen in Deutschland beim Flüchtlingsstrom aus Nahost und Nordafrika wegschauen und das Helfen lieber christlichen Organisationen überlassen? Ein Buch voller Fakten, Fakten, Fakten. und mit über 750 Quellenangaben belegt!

Akif Pirincci, Deutschland von Sinnen

Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer

278 Seiten, broschiert

Akif Pirinçci rechnet ab mit phrasendreschenden "Gutmenschen" und vaterlandslosen Gesellen, die von Familie und Heimat nichts wissen wollen, mit einer verwirrten Öffentlichkeit, die jede sexuelle Abseitigkeit vergottet, mit Feminismus und Gender Mainstreaming, mit dem sich immer aggressiver ausbreitenden Islam und seinen deutschen Unterstützern, mit Funktionären und Politikern, die unsere Steuern wie Spielgeld verbrennen, mit einer medialen und politischen Klasse, die ihre Volksverachtung mit der Forderung nach massenhafter Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen kaschiert.

Der in Istanbul geborene Bestsellerautor hat sein erstes Sachbuch geschrieben, einen furiosen, aufrüttelnden und brachialen Wutausbruch. Mit heiligem Zorn bekämpft er eine korrupte, politisch korrekte Kaste, die nur ihre eigenen Interessen verfolgt. "Deutschland von Sinnen" ist geschmiedet aus reinem Zorn, ein mutiges Unikat, das seinesgleichen sucht. Es ist der Aufschrei eines Rufers in der Wüste, der sein geliebtes Mutterland am Abgrund sieht. Vielleicht ist es das letzte Buch seiner Art, denn das meinungspolitische Zwangskorsett wird täglich enger.

Rolf Stolz, Der deutsche Komplex

Alternativen zur Selbstverleugnung

ISBN 978-3-938176-47-4

156 Seiten, gebunden, Hardcover
Kurzwerbetext:
 
Die Deutschen leiden offenkundig immer noch an einem Komplex. Sie sind uneins mit sich und ihrer Geschichte. Ereignisse in ihrer Vergangenheit stehen im Zusammenhang mit der Selbstverleugnung ihrer Interessen. Dieses Trauma hat viele Facetten, aber wie ist es zu beseitigen? Mit großer Sachkenntnis und analytischer Schärfe zeigt Rolf Stolz die Mechanismen der Selbstzerstörung auf und entwickelt Alternativen zu der in unserem Land grassierenden Selbstverleugnung.

Werbetext:

Die Haltung aller Deutschen zu sich selbst und zu Deutschland ist bestimmt von einem jeweils spezifischen Aufnehmen der deutschen Vergangenheit. Je unkritisch-emotionaler das Eigene abgelehnt wird, um so stärker tritt die spiegelbildliche Identität zwischen Vergötterung und Verteufelung der eigenen Nation hervor. Und damit die Kontinuität zwischen einst und heute, zwischen dem nazistischen Chauvinismus und dem vorgeblich »antifaschistischen« nationalen Nihilismus. Die Deutschen leiden offenkundig noch immer an einem Komplex. Sie sind uneins mit sich und ihrer Geschichte. Ereignisse in der Vergangenheit stehen in Zusammenhang mit der Selbstverleugnung ihrer Interessen. Doch damit muß es, so Rolf Stolz, einmal ein Ende haben. Natürlich gehört zur deutschen Identität die ganze deutsche Geschichte – aber Hitler ist eben nur ein Teil davon. Er verkörpert nicht das Wesen, die Quintessenz der deutschen Vergangenheit. Das will Stolz verdeutlichen. Er will dazu beitragen, die Vergangenheit zu verarbeiten und die vor uns liegende Geschichte zu meistern.

Der Autor:

Der Publizist, Photograph und Diplom-Psychologe Rolf Stolz war seit 1967 im SDS aktiv. Seit 1979 gehörte er zur Bundesprogrammkommission der GRÜNEN und bis 1981 zu deren Bundesvorstand. Er ist weiterhin (dissidentisches) Mitglied dieser Partei. Von 1984 bis 1990 war er Sprecher des Initiativkreises „Linke Deutschlanddiskussion", von 1990 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender des „Friedenskommitees 2000 für Entmilitarisierung, Truppenabzug und Selbstbestimmung". Rolf Stolz ist heute Kolumnist der Wochenzeitung „Junge Freiheit" und regelmäßiger Mitarbeiter der Zeitschrift „COMPACT".

Hinz, Das verlorene Land

Aufsätze zur deutschen Geschichtspolitik
Mit einem an der DDR-Diktatur geschulten feinen Gespür für Gängelungs-, Bekenntnis- und Unterwerfungsrituale begleitet Thorsten Hinz in seinen Beiträgen für die JF seit 1994 die Geschichtspolitik des wiedervereinigten Deutschland.
Den Kern dieser Geschichtspolitik formulierte einst Ex-Außenminister Fischer mit der These, das neue Deutschland habe
sein „einziges Fundament“ im Holocaust. Eine Folge dieser vollständigen Moralisierung des Politischen ist, daß jede öffentliche oder halböffentliche Debatte auf ihre mutmaßliche Nähe zur NS-Ideologie überprüft und durch eine eilfertige Verdachtsrhetorik oft vorzeitig beendet wird. Eine ernsthafte öffentliche Auseinandersetzung mit den Zukunftsfragen der Nation findet nicht mehr statt.
Thorsten Hinz sieht in dieser Fehlentwicklung eine Ursache für die aktuelle Krise Deutschlands und eine große Gefahr für die Zukunft der deutschen Demokratie.
Der nun vorliegende Band versammelt seine wichtigsten Beiträge zu diesem Thema.

256 S., geb., Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen

Karl Albrecht Schachtschneider, Die Souveränität Deutschlands

Gebunden, 373 Seiten
Wie souverän ist Deutschland wirklich?

Deutschland sei »seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen«, bekundete Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen, vor den versammelten Bankern des Europäischen Bankenkongresses am 18. November 2011. Das war geradezu eine Verbeugung des Staates vor dem neuen Souverän des entgrenzten Kapitalismus. In »Europa« sei die Souveränität ohnehin »längst ad absurdum« geführt.

Wenn Deutschland aber nicht souverän ist, dann herrscht ein anderer Staat oder eine Staatengemeinschaft oder eine Person oder Personengruppe, irgendeine Macht, über Deutschland und Wolfgang Schäuble ist dessen bzw. deren Agent und nicht Vertreter des Deutschen Volkes. Vielmehr dient er fremden Interessen. Das lässt sich nicht mehr kaschieren.

Aus dem Inhalt:

  • Die Geschichte der Souveränität und die gegenwärtigen Lehren hierzu. 
  • Das Prinzip der kleinen Einheit gebietet die Freiheit. Warum Großstaaten keine Republiken sind, sondern obrigkeitlichen Charakter besitzen und die Bürger zu Untertanen degradieren. 
  • Warum Revolutionen keinen Rechtsbruch darstellen, sondern Befreiungen zum Recht sind.
  • Deutschlands Souveränität und Deutschland als Staat. 
  • Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt: Das Deutsche Reich ist nicht untergegangen.
  • Gelten die SHAEF-Gesetze noch?
  • Der nicht abgeschlossene Friedensvertrag und Deutschland als Feindstaat des Zweiten Weltkrieges laut Artikel 107 UNO-Charta.
  • Die zunehmend tabuisierte Problematik der Ostgebiete des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 und die private Eigentumslage an den Grundstücken. 
  • Die Haager Landkriegsverordnung und das in ihr geregelte Vertreibungs- und Enteignungsverbot.
  • Weshalb den deutschen Bürgern Abstimmungen nach Art. 20 Abs. 2 S. 2 Grundgesetz (GG) vorenthalten werden. Die Verletzung der Freiheit der Bürger, der Würde des Menschen und der Souveränität des Volkes. 
  • Die verfassungswidrigen Bemühungen des Staates um die geistige Ausrichtung der Menschen und der Versuch, einen Moralismus, die political correctness, durchzusetzen, der die freie Entfaltung der Persönlichkeit und damit die Würde des Menschen verletzt.
  • Verwandelt das vielfache staatliche Unrecht Deutschland zunehmend in einen Unrechtsstaat? Die Bemühungen der deutschen politischen Klasse, die Nation als Gliedstaat in einem europäischen Bundesstaat aufgehen zu lassen, ohne das Volk, die Deutschen, um deren Zustimmung zu fragen.
  • Weshalb die freiheitliche Bürgerlichkeit beseitigt werden soll.
  • Die diktatorische Euro-Rettungspolitik als Staatsstreich und als Verbrechen gegen die Souveränität.
  • Der Europäische Gerichtshof - das größte Übel für die allgemeine Freiheit der Bürger und Völker. Ein Gericht, das sich so nennt, aber keines ist.
  • Die Befriedung des Planeten und die Beendigung von Kriegen durch einen Weltstaat als Endziel? Das Ende der Freiheit und die Herrschaft kleiner Eliten über die ganze Menschheit.

Karl Albrecht Schachtschneider, Die Rechtswidrigkeit der Euro-Rettungspolitik

Gebunden, 254 Seiten
Preis: 9,95 € statt 19,95

früherer gebundener Ladenpreis

Milliardenschweres Unrecht! Wie die fatale Euro-Rettungspolitik gegen Verträge und Verfassung verstößt.

Die Europäische Währungsunion ist - zumindest in ihrer derzeitigen Form - gescheitert. Doch Politiker und Eurokraten schnüren weiterhin gigantische Rettungspakete, um das Siechtum des Euro zu verlängern. Dafür werden die Steuerzahler der Geberländer über Jahre hinaus mit Hunderten von Milliarden belastet. Politiker nennen die Rettung »alternativlos«. Karl Albrecht Schachtschneider nennt sie hingegen »Unrecht«. Der Autor des vorliegenden Buches gehört zu den fünf Professoren, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenlandhilfe und den sogenannten Euro-Rettungsschirm klagten. Sie eint die Überzeugung: Die Fatalität des Euro-Abenteuers ließe sich rasch beenden, wenn einfach bestehendes Recht verwirklicht würde. Dann wäre Europa wirtschaftlich und politisch zu retten.

Die logische Gliederung des Buches erlaubt es dem Leser, sich abseits der Aufgeregtheiten tagespolitischer Diskussionen ein eigenes Bild von den Risiken der vermeintlichen Euro-Rettung zu machen. Im ersten Teil legt Schachtschneider präzise den Sachverhalt dar und dokumentiert die beschlossenen Hilfsprogramme. Breiten Raum nimmt dabei der umstrittene Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) ein, der im Jahr 2013 an die Stelle der Europäischen Finanzstabilisierungs-Faszilität (EFSF) treten soll. Für die EFSF und den ESM gebe es weder eine Vertrags- oder Verfassungsgrundlage noch eine ökonomische Begründung, kritisiert Karl Albrecht Schachtschneider.

Die Transfer-Milliarden zur angeblichen Euro-Rettung drohten, die bereits heute zu hohen Staatsschulden der Geberländer weiter eskalieren zu lassen. Die deutsche Kreditwürdigkeit werde dadurch ein leichtes Opfer unverantwortlicher Politiker, schreibt der Autor.
Im zweiten Teil des Buches listet Schachtschneider minutiös die Vertrags- und Verfassungsverletzungen im Zusammenhang mit den Griechenlandhilfen und den Euro-Rettungsprogrammen auf. Im dritten Teil stellt er den Rechtsschutz der Deutschen dar.

Wohin das Unrecht der Euro-Rettungspolitik führt, daran lässt der Autor keinen Zweifel: Der Versuch, die Lebensverhältnisse in ganz Europa mit Milliardentransfers und ohne Rücksicht auf die Leistungen der einzelnen Menschen und Völker zu vereinheitlichen, werde zu einem Europa der »sanften Despotie« und zu einer »Diktatur der Bürokraten« führen.

Ein Buch, das Hintergründe transparent macht und eine Fülle von überzeugenden und belastbaren Argumenten gegen die Euro-Rettungspolitik liefert. Nüchterne Fakten, die in dieser aufbereiteten Form bisher nirgends zu lesen waren.

Claus M. Wolfschlag, Das "antifaschistische Milieu"

Das „antifaschistische Milieu“

Für diese Sonderausgabe wurde die bereits im letzten Jahr publizierte Dissertation aufgrund ihres großen Verkaufserfolges inhaltlich wesentlich gestrafft und aktualisiert. Dabei wird die medial zu wenig beachtete Gefahr des linksextremistischen, gewaltbereiten „Antifaschismus“ deutlich, dessen Kampfmethoden bis zu Anschlägen und Attentaten reichen.
Antifaschismus“ ist dabei nicht mit Antitotalitarismus oder dem Eintreten für die Erhaltung einer demokratischen Staatsform gleichzusetzen, sondern war ursprünglich ein politischer Kampfangriff, der eine Interessengleichheit zwischen Kommunisten und liberalen Demokraten suggerieren sollte. Heute markiert er eine politische Stoßrichtung, die in allen rechten, differentialistischen Strömungen – gleich welcher Art – den Feind erblickt. Ihre wichtigsten Akteure und Zeitschriften sowie die Agitations- und Kampfmethoden des „Antifaschismus“ werden hier dokumentiert.



Knütter / Winckler, Handbuch des Linksextremismus

Die unterschätzte Gefahr

Bis in die sechziger Jahre war das politische Klima der Bundesrepublik Deutschland weder einseitig antikommunistisch noch antifaschistisch, sondern prinzipiell antiextremistisch. Dieser Grundkonsens wurde jedoch schrittweise aufgegeben. So findet heute eine Kampagne gegen „rechts“ ohne Unterscheidung zwischen demokratisch-rechten und extremistischen Positionen statt, während gleichzeitig die Gefahr des gewaltbereiten und antidemokratischen Linksextremismus ohne Beachtung bleibt.
Hier will dieser Sammelband Abhilfe schaffen. Den Hauptteil bildet eine Chronik, die alle politischen und terroristischen Aktivitäten des Linksextremismus von 1968 bis 1999 erfaßt. Einzelbeiträge befassen sich mit linksextremen Gewalttaten, Linksextremismus im Internet, in der Popkultur, in Kirche und Gewerkschaften, mit der Rolle der PDS und der Situation in Österreich. Dabei wird auch das dahinterstehende Weltbild analysiert, das die freiheitlich-demokratische Grundordnung in eine antifaschistisch-volksdemokratische verwandeln will.

Die Herausgeber:
Hans-Helmuth Knütter ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bonn; zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. „Ideologien des Rechtsradikalismus“ und „Die Faschismus-Keule“.
Stefan Winckler, M.A., ist als selbständiger Publizist und Autor tätig und hat gemeinsam mit Prof. Knütter den Sammelband „Verfassungsschutz. Auf der Suche nach dem verlorenen Feind“ veröffentlicht.

Eder / Mölzer (Hrsg.), Einwanderungsland Europa

Mit Beiträgen von Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Heinrich Lummer u.v.a.

Nüchtern und emotionslos werden die Gefahren der gegenwärtigen Entwicklung aufgezeigt und grundsätzliche Bedenken gegen die Utopie einer multikulturellen Gesellschaft vorgebracht. Verhaltensforscher, Wirtschafts- und Bevölkerungswissenschaftler, Systemtheoretiker und Politiker melden sich in dem leicht lesbar geschriebenen Buch zu Wort. Gerade die Wissenschaft zerstört viele verbreitete Illusionen: den Glauben etwa, daß die Zuwanderung unser Pensionssystem sichert oder daß sie ohne schwerwiegende ökologische und soziale Belastungen vonstatten gehen kann. Ändert sich das Gesicht einer Gesellschaft zu schnell, kann dies ebenso zur Katastrophe führen wie eine Politik, die menschliche Grundbedürfnisse und Verhaltensweisen nicht zur Kenntnis nimmt
Dabei halten die Autoren jedoch stets an Humanität und Toleranz als Leitgedanken unserer Gesellschaft fest. Die Entwicklung zur multikulturellen Gesellschaft wird von diesen Grundwerten aber genausowenig gefordert, wie eine forcierte Einwanderungspolitik auch kein geeignetes Mittel zur Lösung der Probleme in der dritten Welt ist.
Kurz gesagt: Die hier geäußerten Ansichten entsprechen oft nicht den gängigen Klischees und Zukunftserwartungen, doch haben die Argumente der Autoren ein derartiges Gewicht, daß sie für die demokratische Meinungsbildung unverzichtbar sind. Ein Buch für jeden politisch Interessierten.

Heinrich Jordis von Lohausen, Denken in Völkern

Die Kraft von Sprache und Raum in der Kultur- und Weltgeschichte

271 Seiten, fester Einband

Das Standardwerk über verdrängte Faktoren der Geschichte: Raum, Volk und Sprache. Heute betrachten wir historische Abläufe als abhängig von den Interessen der herrschenden Schicht oder dem Willen einzelner Führer, von der Entwicklung der Wirtschaft und Technik und von den Kämpfen unterschiedlicher sozialer Gruppierungen um Macht und Einfluß. Unterschwellig ist die Geschichte aber stets ebenso von den verschiedenen Mentalitäten und Lebensformen der Völker geprägt worden, war es für die Entwicklung eines Landes von ausschlaggebender Bedeutung, ob es über natürliche Grenzen wie Berge und Flüsse verfügte und wo seine offenen Flanken lagen, über die hinaus es ausgreifen aber auch bedroht werden konnte. Auch Sprachen können geschichtsmächtig werden, bedenkt man die Bedeutung der Tatsache, daß in den USA Englisch zur Staatssprache wurde, oder die Rolle, die das Deutsche bei der Herausbildung des kulturellen Raumes "Mitteleuropa" gespielt hat. Der mit seinen geopolitischen Schriften berühmt gewordene Autor deckt diese oft "verborgenen" Bedingungen in der Geschichte auf, er fragt nach der Bedeutung von Begriffen wie "Reich" und "Staat", "imperial", "national" und "regional" und zeigt, daß die Gleichsetzung von "Staat" und "Nation" in der Französischen Revolution die Ursache für die den mitteleuropäischen Raum so schwer verwüstenden Kriege, Vertreibungsaktionen und Völkermorde im 20. Jahrhundert war. Ausblickend analysiert er die Zukunft von Rußland, dem Balkan und dem Nahen Osten sowie des Verhältnisses der USA zu Europa und plädiert für eine Politik, die der Erhaltung der gewachsenen Sprachen, Kulturen und Völker verpflichtet ist und die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben in Zukunft schaffen kann.
Der Autor: General Freiherr Jordis von Lohausen, Sohn eines altösterreichischen Offiziers, im II. Weltkrieg Regimentsführer, war nach Kriegsende bei Radio Bremen und dem österreichischen Sender Alpenland in der Kulturabteilung tätig, ab 1955 wieder Offizier im österreichischen Bundesheer, Militärattaché an den Botschaften in London und Paris. Er ist Verfasser zahlreicher Schriften und eines grundlegenden Werkes zur Geopolitik, als deren hervorragendster Vertreter im deutschen Sprachraum er gilt. Nach mehr als zwanzigjähriger Vorarbeit hat er mit diesem Buch nun ein weiteres, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen einbeziehendes Standardwerk geschaffen.