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Hermann Sudermann
Der Literaturhistoriker Paul Fechter nannte Hermann Sudermann den "Balzac des deutschen Ostens", den "Gestalter eines phantastischen, rauschhaften unwirklichen Lebens, das um die Menschen zwischen Weichsel und Memel, um die Gestalten der ganzen deutschen Ostwelt gewesen war"
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Herrmann Sudermann - Das Bilderbuch meiner Jugend

Roman einer Zeit

ISBN 978-3-938176-06-1

331 Seiten, gebunden, Hardcover

Hermann Sudermann, der am 30. September 1857 in Matzicken bei Heydekrug in Ostpreußen geboren wurde, schildert in seinem farbenfrohen Erinnerungsbuch die glücklichen, aber entbehrungsreichen Jahre seiner Kindheit und Jugendzeit. 1922 erstmals erschienen, erzählt Sudermann, der um 1900 der meistgespielte Dramatiker Deutschlands war, von seinen frühen Jahren im ostpreußisch-litauischen Grenzgebiet.

Der Leser gerät in den Bann der einzigartigen Erzählkunst Sudermanns, der Menschen und ihre Schicksale so lebendig und fesselnd beschreiben und den Zauber der Landschaft seiner memelländischen Heimat so eindrucksvoll wiedergeben konnte. Vielleicht das schönste ostpreußische Erinnerungsbuch: nostalgisch, humorvoll, lebensprall. Ein literarisches Denkmal der unvergessenen alten deutschen Provinz Ostpreußen.

Der Literaturhistoriker Paul Fechter nannte Hermann Sudermann den „Balzac des deutschen Ostens", den „Gestalter eines phantastischen, rauschhaften unwirklichen Lebens, das um die Menschen zwischen Weichsel und Memel, um die Gestalten der ganzen deutschen Ostwelt gewesen war".

Der Katzensteg, Hermann Sudermann

Roman

Preußen steht im Krieg mit den Truppen Napoleons, der Deutschland besetzt hält. Das deutsche Volk ist gespalten in Anhänger Bonapartes und erbitterte Gegner der Franzosen. Auch der junge Baron Boleslav von Schranden verläßt voller Zorn das Haus seines bonapartistisch gesinnten Vaters. Er macht sich auf den Weg nach Berlin, wo er sich einer bewaffneten Freischar anschließt. Sein Vater zwingt indes seine Dienstmagd Regine, französische Soldaten heimlich über den Katzensteg zu führen, damit sie einer Gruppe preußischer Soldaten in den Rücken fallen können. Mit dieser Tat macht sich der alte Schranden alle Bewohner der Umgebung zu Feinden.

Sein Sohn dagegen wird als Kriegsheld gefeiert, weil er während einer Schlacht maßgeblich zu Niederlage und Rückzug der Franzosen beigetragen hat. Als der Krieg vorüber ist, kehrt Boleslav nach Hause zurück, um seinen Vater zu beerdigen, der auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Doch niemand - außer der Magd Regine - will ihm helfen, nicht einmal der Pfarrer. Als Werner die Bestattung seines Vaters erzwingt, schmieden haßerfüllte Dorfbewohner ein Komplott gegen ihn.