Zeitgeschichte
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Vertreibung und Vertreibungsverbrechen 1945 - 1948

Herausgeber: Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

ISBN 978-3-937820-23-1

392 Seiten, Paperback,

Format: 16 x 23 cm

jetzt lieferbar!!!

Der abschließende Bericht der im Bundesarchiv in Koblenz erarbeiteten Dokumentation über Verbrechen und Unmenschlichkeiten, die an Deutschen im Zuge der Vertreibung begangen worden sind. Dieser bereits 1974 erstellte Bericht wurde bis 1982 von der SPD/FDP-Bundesregierung aus politischen Gründen unter Verschluß gehalten. Er beruht auf der Auswertung des im Bundesarchiv liegenden Quellenmaterials: etwa 10.000 Erlebnisberichte aus der Ostdokumentation, etwa 18.000 Gemeindeschicksalsberichte sowie Materialien der katholischen Diözesanarchive sowie des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes.
Die Dokumentation enthält zudem 45 bisher unveröffentlichte, erschütternde Erlebnisberichte, die von dem tragischen Geschehen – Flucht, Vertreibung, Ausweisung, Deportation – im deutschen Osten wie auch in den deutsch besiedelten Gebieten Ostmittel- und Südosteuropas am Ende des Zweiten Weltkrieges zeugen, von dessen Folgen bis heute ganz Europa gezeichnet ist.

Heinrich Pflanz, Die Hingerichteten von Landsberg und der Spöttinger Friedhof

424 S., zahlreiche Abbildungen, 303 Fotos und Dokumente, 1 beigelegter Friedhofsplan mit Namen - 24,0 x 17,0 cm, gebunden, Hardcover

ISBN 978-3-937820-14-9

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Die Landsberger Strafanstalt wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zum War Criminal Prison No. 1, also zum Kriegsverbrechergefängnis Nr. 1. Inhaftiert wurden dort die Verurteilten aus den Nürnberger Nachfolgeprozessen, dem Shanghai-Prozeß und Verurteilte wegen Spionage sowie aus verschiedenen Einzelprozessen der US-Militärgerichte. Den größten Anteil der Gefangenen bildeten die Verurteilten aus den Dachauer Kriegsverbrecherprozessen. Bei diesen ging es um getötete abgeschossene amerikanische Flieger, um den Malmedy-Prozeß und die Prozesse um die Konzentrationslager Dachau, Mauthausen, Buchenwald und Flossenbürg.

Der Landsberger Heimatforscher Heinrich Pflanz hat in jahrzehntelanger Arbeit die vorliegende Dokumentation erstellt. Seine Forschungen stützen sich dabei nicht nur auf umfangreiches Material aus deutschen und amerikanischen Archiven, sondern er konnte auch auf die persönlichen Aussagen von amerikanischen Armeeangehörigen, deutschen Zivilangestellten, der evangelischen und katholischen Gefängnispfarrer, Rechtsanwälten und vielen Angehörigen der Angeklagten und ehemaligen "Rotjacken", also der Verurteilten, die monate- bzw. jahrelang in der Todeszelle auf ihre Hinrichtung warteten, ehe ihr Urteil umgewandelt wurde, zurückgreifen.
Entstanden ist ein erschütterndes Werk, das die Lebensschicksale der Hingerichteten, ihre tatsächlichen oder oft auch nur von den Anklägern behaupteten Verbrechen knapp und eindringlich schildert. Von besonderer zeitgeschichtlicher Bedeutung sind die von vielen Verurteilten überlieferten letzten Worte unter dem Galgen und die dokumentierten Abschiedsbriefe, die auf ergreifende Weise bezeugen, wie der Einzelne in den Sog eines katastrophalen Weltgeschehens geraten kann.
Von den 285 Menschen, die in den Jahren 1945 bis 1951 in Landsberg hingerichtet wurden, haben viele ihre letzte Ruhe auf dem Spöttinger Friedhof gefunden. Sie liegen unter anderem neben Opfern aus der Zeit des Nationalsozialimus. So ist der Spöttinger Friedhof heute ein Denk- und Mahnmal der Zeitgeschichte von herausragender Bedeutung.

Annerose Matz-Donath, Deutsche Frauen vor sowjetischen Militärtribunalen

Die Spur der roten Sphinx

Neuauflage!

ISBN 978-3-938176-53-5

480 Seiten + 48 Seiten mit Bildern und Dokumenten, Paperback

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Verschwunden, verloren, vom Schweigen verschluckt, so gingen unzählige deutsche Frauen und Mädchen durch die Hölle sowjetischer Folterkeller, die zwischen 1945 und 1949 auch auf deutschem Boden, in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone, bestanden – ein kaum bekannter und dennoch untilgbarer Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte, der hier zum ersten Male unmittelbar die Farbe durchlittenen Lebens gewinnt. Die von den Sowjetischen Militärtribunalen verurteilten Frauen kamen im Februar 1950 zur weiteren Strafverbüßung in den Gewahrsam der DDR, die für sie ein besonders strenges Zuchthaus-Regime in einer Reihe von Sonderstrafanstalten errichtete.

Im Chor vieler Stimmen entrollt sich ein ergreifendes Panorama von Standhaftigkeit, Verzweiflung, Hoffnung und kleinen Lichtern der Menschlichkeit, die selbst auf der Seite derer nie ganz erloschen, die ein grausames System zu Vollstreckern und Peinigern bestellte.

Annerose Matz-Donath, die selbst fast 12 Jahre Gefangenschaft erleiden mußte, konnte 130 frühere Haftkameradinnen von etwa 1300 betroffenen Frauen interviewen. So entstand eine auf Aktenkenntnis und der Auswertung von zehntausend Seiten der Gesprächsprotokolle gestützte Dokumentation, die die Leidenswege der verurteilten Frauen eindrucksvoll schildert und dieses Kapitel der deutschen Geschichte dem Vergessen entreißt.

Aus Besprechungen und Briefen an die Autorin:

"Ihre Schilderung... hat mich zutiefst erschüttert... Sie haben dem Leid ein Gesicht gegeben und es der Anonymität entrissen. Wenn schließlich keine Verbitterung bleibt und Versöhnliches Platz greift, so ist dies ein ganz besonderes Verdienst des Buches"
Bundestagspräsident WOLFGANG THIERSE

"Über kommunistischen Terror in der Sowjetischen Besatzungszone ist gewiß schon manches geschrieben worden. Aber die Unmittelbarkeit der Aussagen in diesem Buch übertrifft die meisten anderen Berichte... Nein, dieses Buch ist keine angenehme Lektüre. Es enthüllt die Abgründe des Menschen und dieses Jahrhunderts."
DEUTSCHLAND-MAGAZIN

"Die Schicksale aus 130 Tonband-Protokollen sind so kunstvoll miteinander verwoben, daß über alle 480 Seiten die Spannung durchhält. Der eingearbeitete zeitgeschichtliche Hintergrund macht das Buch zugleich zu einem wichtigen, farbigen Nachkriegsdokument...
MITTELDEUTSCHE ZEITUNG ,Halle/Saale

"Die Journalistin Annerose Matz-Donath, selbst 1948 als angebliche Westspionin verhaftet und fast 12 Jahre in verschiedenen Gefängnissen und Zuchthäusern festgehalten, hat 130 von etwa 1.300 von Sowjetischen Militärtribunalen verurteilte Frauen interviewt... Viele von ihnen vermochten ihr Schweigen erst jetzt zu brechen, nachdem sie in den neunziger Jahren von der Moskauer Militärstaatsanwaltschaft rehabilitiert worden waren."
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Hier ein Link zu einer sehr guten Besprechung des Buches von Siegmar Faust im Ostpreußenblatt:

http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv01/1101ob16.htm

Hans Deichelmann, Ich sah Königsberg sterben

Aus dem Tagebuch eines Arztes von April 1945 bis März 1948

336 Seiten, Paperback

Hans Deichelmann (Pseudonym: Professor Dr. Schubert) arbeitete als Arzt in Königsberg und blieb auch nach der Einkesselung der Stadt durch die Rote Armee im Frühjahr 1945 in der alten Hauptstadt der Provinz Ostpreußen. Hier verfaßte er sein Tagebuch, das das Leiden und Sterben der zurückgebliebenen Bewohner, ihren Überlebenskampf, den täglichen Terror der sowjetischen Besatzungstruppen und das Warten auf die ersehnte Ausreise schildert. Der Leser erlebt voller innerer Erschütterung mit, wie eine deutsche Stadt und ihre Kultur in wenigen Jahren für immer zerstört wurden. Von den über 100 000 Menschen, die sich bei der Eroberung der Stadt durch die russischen Truppen noch in Königsberg befanden, überlebten nur 25 000 die drei Jahre der Gewaltherrschaft, des Hungerns und der Seuchen bis zum März 1948.

Ernst G. Schenck, Nie mehr nach Hause

Als Wissenschaftler, Sträfling und Arzt 10 Jahre in sowjetischen Gefangenen-, Arbeits- und Besserungslagern
Professor Dr. Dr. Schenck, der das Kriegsende als Arzt in Hitlers Reichskanzlei erlebte und Reichsinspekteur für das Ernährungswesen und Truppenverpflegung der Wehrmacht war, kam erst 1955 aus russischer Gefangenschaft nach Hause. Er leistet mit diesem Buch einen großen Beitrag zur neueren deutschen Geschichtsschreibung, indem er das Leiden unserer Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft dem Vergessen entreißt und der jüngeren Generation den Opfergang jener Männer vermittelt, für die das Ende des Krieges 1945 nicht den Frieden brachte, sondern Not und Tod in den Weiten Rußlands. Seit Solschenizyn gab es wohl keine so erschütternde und realistische Darstellung des Archipel Gulag. Inmitten von äußerem Elend, gekleidet in Lumpen, gequält von Hunger, Kälte und Demütigungen bewahrten Schenck und seine Kameraden ihre Würde.

420 Seiten, Paperback

Peter Bahn, Friedrich Hielscher ( 1902 - 1990)

Einführung in Leben und Werk

Leben und Werk des Publizisten und Privatgelehrten Friedrich Hielscher (1902 – 1990) waren jahrzehntelang ins Halbdunkel der Mythenbildungen und Vermutungen gehüllt. Vor allem die vielfältigen Facetten von Hielscher Lebenslauf gaben immer wieder Anlass zu den unterschiedlichsten Spekulationen. Hielscher war Freikorps-Kämpfer und Corps-Student, nationalrevolutionärer Publizist und Gründer einer heidnischen Glaubensgemeinschaft, Widerständler gegen Hitler und Gestapo-Häftling, geschätzter Gesprächpartner vieler zeitgeschichtlicher Persönlichkeiten und Einsiedler im Schwarzwald. Zu seinem engeren Freundes- und Bekanntenkreis zählten neben Ernst Jünger und Nietzsches Schwester Elisabeth auch der frühere Bundespräsident Theodor Heuß, der marxistische Wirtschaftstheoretiker Karl August Wittfogel und der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber.

Das vorliegende Buch zeichnet, gestützt auf umfangreiche Recherchen bei Zeitzeugen und in zahlreichen Archiven, alle Stationen von Hielschers Lebensweg in wissenschaftlich akribischer Weise nach. Aber mehr noch: im Mittelpunkt steht die ausführliche Darstellung des religiös-weltanschaulichen Systems, das Hielscher seit Mitte der zwanziger Jahre Schritt für Schritt entwickelte und das über sechs Jahrzehnte hinweg stets Leitfaden seiner vielfältigen Aktivitäten war. Dabei werden überraschende Gegenwartsbezüge deutlich, etwa wenn sich der Bogen vom metaphysisch begründeten Antiimperialismus des jungen Hielscher bis zur Globalisierungsdebatte unserer Tage spannt.

400 Seiten + 16 Seiten Bilder, Paperback

Karl Otto Paetel, Nationalbolschewismus und nationalrevolutionäre Bewegungen in Deutschland

Geschichte, Ideologie, Personen (1918 bis 1933)
Karl Otto Paetel - bekannt geworden durch seine kenntnisreichen wie engagierten Veröffentlichungen über Ernst Jünger und die deutsche Jugendbewegung - beschäftigt sich in dem vorliegenden Buch mit dem „Nationalbolschewismus", jenem merkwürdigen politischen Phänomen der Jahre zwischen 1918 und 1933, das in besonderem Maße charakteristisch ist für die Zeit der Weimarer Republik. Paetels lebendig geschriebener Bericht beruht gleichermaßen auf sorgfältigen Quellenstudien wie auf der Kenntnis des „Dabeigewesenen". Exakt beschreibt er die einzelnen Gruppen. So wird jene Welt der jungen Rebellen von damals, die sich trafen im gemeinsamen Willen zur Revolution - um der Nation willen die einen, um des Sozialismus willen die anderen - und die Synthese suchten zwischen „ganz rechts" und „ganz links", noch einmal atmosphärisch lebendig...

Paperback-Ausgabe, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Ernst Niekisch, Hitler - ein deutsches Verhängnis

Reprint
Reprint der prophetischen Schrift aus dem Jahr 1932 mit zahlreichen, heute schon legendären Zeichnungen A.Paul Webers

 

Inhalt:

Vom deutschen Protest zum Faschismus

Bis zum Rande mit Gegensätzen gefüllt

Mundstück des deutschen Protestes

Dre Umschwung

Das römische Gebot

Der Sturz in die Legalität

Auf dem Boden von Versailles

Gendarm des Abendlandes

"Deutscher" Sozialismus

Die Tragödie deutscher Jugend

Das Ende des Revolutionärs

Der Weg in die Ohnmacht

Abendländische Rattenfängermelodien

Sein Erfolgssystem

Verhängnis

40 Seiten, geheftet

Max Klüver, Die Adolf-Hitler-Schulen

erweiterte Neuauflage, ISBN 978-3-937820-04-0

240 Seiten + 16 Seiten Bilder und Dokumente, gebunden, Hardcover

Nach 1945 sind eine Reihe von Veröffentlichungen über die Adolf-Hitler-Schulen erschienen, die viele Irrtümer, Fehler oder auch bewußte Verzerrungen enthalten.

Dr. Max Klüver, von 1937-39 Schulführer der Adolf-Hitler-Schule Heiligendamm und Leiter der Erziehungsakademie der Adolf-Hitler-Schulen, versucht in diesem Werk, der Nachwelt ein korrektes Bild dieser nationalsozialistischen Eliteschulen zu überliefern. Um Richtigstellung ist der Verfasser bemüht, Rechtfertigung ist nicht seine Absicht.

Ausgehend von dem Gedanken, daß die NSDAP Einfluß auf das staatliche Schulwesen nehmen und zur Sicherung des Führernachwuchses selbst zum Schulträger werden müsse, hatten der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der Reichsjugendführer Baldur von Schirach bereits 1936 ein Konzept zur Gründung von Internatsschulen für Jungen zur NS-Elitebildung erarbeitet, das viele reformpädagogische Ansätze aus der Weimarer Zeit enthielt. Die Adolf-Hitler-Schulen sollten – neben den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten und Ordensburgen – als Teil eines dreistufigen Systems von Internatsschulen auf Gauebene die Besten aus Jungvolk und Hitlerjugend zusammenfassen und in den Kommando- und Aufsichtsbereich der Reichsjugendführung eingeordnet sein. Auch die Erzieher der Adolf-Hitler-Schulen waren Angehörige des HJ-Führerkorps und trugen wesentlich mit dazu bei, daß jugendbewegte Stilelemente im Unterricht und der Erziehung deutlich erkennbar blieben und Charakter- und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler beeinflußten.

Aus dem Inhalt:

I.EINFLÜSSE:

1. Die Gründung der Adolf-Hitler-Schulen / 2. Die "Denkschrift" vom 17.1.1937 und Dr. Ley / 3. Baldur von Schirach und die Reichsjugendführung / 4. H. Himmler, M. Bormann, B. Rust, A. Rosenberg / 5. Der Reichsschatzmeister Schwarz

II. DER UNTERRICHT:

1. Antiintellektualismus / 2. Der Lehrplan / 3. Die Lehrmethode / 4. Unterrichtsfächer / 5. Musische Erziehung / 6. Leibeserziehung / 7. Zwei zeitgenössische Urteile

III. DIE SCHÜLER:

1. Elite oder Auslese / 2. Auswahl und Herkunft / 3. Berufswahl / 4. Typenbildung und Persönlichkeitserziehung / 5. Selbstführung / 6. Eine "manipulierte Elite"?/ 7. Isolierung von der Lebenswirklichkeit? / 8. Dünkel oder "elitäre Ehrauffassung"? / 9. Verbindung zum Elternhaus

IV.DIE ERZIEHER:

1. Der erforderliche Typ / 2. Die erzieherische Aufgabe / 3. Die Erzieherakademie der Adolf-Hitler-Schulen

V. SCHLUSSBEMERKUNGEN / ANHANG / Dokumente / Literaturverzeichnis

Reinhold Friedrich, Fahnen brennen im Wind

Jugend und ihre Lieder im Nationalsozialismus

Viel wurde bereits über die Indoktrination der Jugend durch die Lieder während der NS-Zeit geschrieben, nur wenige Darstellungen versuchten, das Lebensgefühl, das diesen Liedern zugrunde lag und die Jugend erfaßte zu beschreiben.

Reinhold Friedrich gelingt es mit seinen Erinnerungen, die jugendbewegten, patriotischen und volksbewußten Motivationen der Jugend während des Dritten Reiches - wie sie vor allem im Liedgut lebendigen Ausdruck fanden - verständlich zu machen. Alle wichtigen Lieder, die die Jugend im Dritten Reich mit Begeisterung sang, werden aus dem unmittelbaren Erleben des früheren Fähnleinführers und Chorleiters im Deutschen Jungvolk dargestellt und viele mit Noten und vollständigen Texten dokumentiert. So gelingt ein außerordentlich differenziert gezeichnetes und ehrliches Zeitbild, das den Idealen der damaligen Jugend gerecht zu werden versucht.

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