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Jutta Rüdiger

Jutta Rüdiger, geboren am 14. Juni zu Berlin, aufgewachsen in Düsseldorf, promovierte in Würzburg mit einer psychologischen Arbeit über Kinder (magna cum laude).

Durch ihre Erlebnisse der Folgen des Versailler Vertrages nach dem Ersten Weltkrieg, der französischen Besatzung und der wirtschaftlichen Not, die in jede Familie hineinwirkte, trat sie 1931 in den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund ein.

Nach Beendigung ihres Studiums war sie neben ihrem Beruf als Psychologin am Rheinischen Provinzialinstitut für Arbeits- und Berufsforschung in Düsseldorf ehrenamtlich im Bund Deutscher Mädel tätig. Ab 1935 wandte sie sich ganz der Jugendarbeit zu und durchlief die wesentlichsten Dienststellen von der untersten bis zu höchsten Dienststellung.

Von 1937 bis 1945 (Kriegsende) war sie Reichsreferentin für den Bund Deutscher Mädel beim Reichsjugendführer (Kürzel: BDM-Reichsreferentin).

Damit war sie als höchste BDM-Führerin für die Führung und Erziehung der weiblichen Jugend zuständig und zugleich dem Reichsjugendführer für die Ausrichtung der Mädelarbeit und ihrer Koordinierung mit der gesamten Hitler-Jugend im Reich verantwortlich.

Von 1945 bis Ende 1947 befand sie sich in amerikanischer Internierung.

Ab 1948 war sie als freiberufliche Psychologin in der Personalberatung von Firmen und in der Beratung Jugendlicher und deren Eltern in der Schul-, Berufs- und Studienwahl tätig.

1958 mußte sie wegen schwerer Krankheit die Praxis aufgeben.

Später war sie noch als Autorin und durch eine immer größere Beanspruchung als Zeitzeugin auch mit der Erforschung der Zeitgeschichte beschäftigt.

Jutta Rüdiger verstarb im Jahr 2000