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Wilhelm Keitel

1882

22. September: Wilhelm Keitel wird in Helmscherode (bei Braunschweig) als Sohn des Gutsbesitzers Carl Keitel und dessen Frau Apollonia (geb.Vissering) geboren.

1901

Nach dem Abitur in Göttingen tritt er als Fahnenjunker in ein Artillerieregiment in Wolfenbüttel ein.

1902

Beförderung zum Artillerieleutnant.

1908

Keitel wird Regimentsadjutant.

1909

Heirat mit der Gutsbesitzertochter Lisa Fontaine. Aus der Ehe gehen fünf Kinder hervor.

1914

Im Ersten Weltkrieg kommt er an die Westfront.

1915

Keitel wird ohne die sonst übliche Vorbildung in den Großen Generalstab versetzt.

1917

Er übernimmt verschiedene Kommandos in Flandern, wo er schwer verwundet wird.

1919

Keitel wird als Hauptmann in die Reichswehr übernommen.

1920-1922

Taktiklehrer an der Kavallerieschule in Hannover.

1922-1925

Batteriechef eines Artillerieregiments in Minden.

1925-1927

Als Major wird Keitel Gruppenleiter im Truppenamt des Reichswehrministeriums. Er beschäftigt sich besonders mit Grenzschutzfragen.

1927-1929

Er wird als Abteilungskommandeur einem Artillerieregiment zugewiesen.

1929-1933

Keitel leitet im Truppenamt die Heeres-Organisationsabteilung.

1930

Er übernimmt für das Reichswehrministerium die Planungen für eine vorgesehene Heeresvergrößerung.

1933

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird Keitel im Rahmen des Ausbaus der Reichswehr Infanterieführer in Potsdam.

1934

Divisionskommandeur in Bremen.

1935

Keitel wird zum Chef des Wehrmachtamts im Reichskriegsministerium berufen. Weil er eine einheitliche Wehrmachtführung unter dem Oberbefehl von Werner von Blomberg anstrebt, gerät er in Konflikt mit dem Oberbefehlshaber des Heers Ludwig Beck

1937

Ernennung zum General.

1938

Nach den Rücktritten von Blomberg und Werner Freiherr von Fritsch in der Blomberg-Affäre macht sich Adolf Hitler selbst zum Oberbefehlshaber der Armee und strukturiert die Wehrmachtführung im Zuge der Kriegsvorbereitung um: An die Stelle des nicht neu besetzten Reichskriegsministeriums tritt das Oberkommando der Wehrmacht (OKW), zu dessen Chef Keitel berufen wird. Dieses Amt wird hauptsächlich zur militärischen Beratung Hitlers geschaffen und hat keine eigene Befehlsgewalt.

1939

Im Zweiten Weltkrieg steht Keitel im Mittelpunkt der Auseinandersetzung zwischen Hitler und der Wehrmachtführung. Aus unbedingter Loyalität stellt er sich dabei prinzipiell auf die Seite Hitlers, was ihm im zunehmenden Maß die Verachtung der Generalität einbringt.

Er erhält das Goldene Parteiabzeichen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).

1940

Ernennung zum Generalfeldmarschall.

1941-1945

Keitel lehnt zunächst den Überfall auf die Sowjetunion ab, ist aber Hitlers engster militärischer Berater und sorgt für die reibungslose Durchführung von dessen Weisungen für die Kriegführung im Osten.

1945

9. Mai: Als Bevollmächtigter von Hitlers Nachfolger Karl Dönitz unterzeichnet Keitel in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht gegenüber der Roten Armee.

13. Mai: Die Alliierten nehmen Keitel in Kriegsgefangenschaft.

November: Das Internationale Militärgericht in Nürnberg klagt ihn in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen an.

1946

1. Oktober: Wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wird Keitel zum Tode verurteilt.

16. Oktober: Wilhelm Keitel wird im Kriegsverbrechergefängnis in Nürnberg durch den Strang hingerichtet. Seine Asche wird von der amerikanischen Luftwaffe verstreut.

(mw)